Trinationale Wasserstoff Initiative 3H2: H2 Forum 2026
Am 14. Oktober 2026 treffen sich in Konstanz über 300 Fachleute zum H2-Forum - das zentrale Event, das zeigt, wann und zu welchen Kosten Wasserstoff die Industrie im Dreiländereck erreicht. Experten diskutieren grenzüberschreitende Netze, neue Technologien und die Voraussetzungen für den Einstieg von Unternehmen in die grüne Wasserstoffwirtschaft. Jetzt anmelden und Teil der zukünftigen Energiewende werden!
Klimapartner Südbaden e. V.
Trinationale Wasserstoff Initiative 3H2
c/o Klimapartner Südbaden e. V.
Zita-Kaiser-Straße 5
79106 Freiburg
Telefon: +49 (0)761 151 098 22
E-Mail: oliver.jochum(at)klimapartner-suedbaden(dot)de
Website: www.3h2.info
Im Ruhrgebiet erreichen erste Mengen erneuerbaren Wasserstoffs den Chemiepark Marl. Am Hochrhein ist bislang ein erster Abschnitt einer geplanten Wasserstoffleitung verlegt. Dabei entscheidet die Versorgung mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff darüber, welche Regionen auch in Zukunft wettbewerbsfähig sind. Das H2 Forum am 14. Oktober in Konstanz rückt in den Fokus, wie die Industrie mit erneuerbaren Energien und Energieträgern zugleich wirtschaftlich stark bleibt und ihre Produktion dekarbonisiert. Die entscheidende Frage für die Unternehmen im Dreiländereck lautet: Wann können sie regenerativ erzeugten Wasserstoff in ausreichenden Mengen und zu tragbaren Kosten beziehen?
Das Programm des H2-Forums 2026 verbindet politische Diskussionen mit Fachpodien, Workshops und Projektvorstellungen. Im Mittelpunkt stehen grenzüberschreitende Wasserstoffnetze, neue Technologien, Anwendungen in der industriellen Produktion und die Qualifizierung von Fachkräften. Ein Fachpodium widmet sich dem Umbau der regionalen Gasnetze. Praxisbeispiele aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zeigen, wie eine grenzüberschreitende Versorgung aufgebaut werden kann.
Wann lohnt sich der Einstieg für Unternehmen?
Für Industriebetriebe hängt eine Umstellung auf Wasserstoff nicht allein von der Technik ab. Sie müssen wissen, wie viel Wasserstoff verfügbar sein wird, woher er kommt, wie er zum Werk gelangt und welche Kosten entstehen. Netzbetreiber wiederum brauchen eine Vorstellung vom künftigen Bedarf, bevor sie Leitungen planen und finanzieren. Das ganztägige H2 Forum richtet sich deshalb an Unternehmen, die potenziell Wasserstoff nutzen oder Technik für dessen Einsatz anbieten, ebenso wie an Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber. Fachleute aus Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Politik sind ebenfalls angesprochen.
„Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts ist eine resiliente, nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen – innerhalb unserer Region, über Stuttgart nach Berlin, Bern, Paris und Brüssel“, sagt Prof. Dr. Katrin Klodt-Bußmann, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hochrhein-Bodensee.
Eine politische Diskussionsrunde beim H2 Forum fragt, welche Bedingungen den Aufbau einer verlässlichen Versorgung im Dreiländereck ermöglichen. Auf dem Podium stehen unter anderem Landrat Norbert Heuser, Regierungsrat Marc Mächler und Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW).
Mit Blick auf den Ausbau der Netze sagt Linke: „Damit Wasserstoff die Betriebe erreicht, müssen Netzbetreiber bestehende Gasleitungen auf ihre Eignung prüfen und neue Verbindungen planen. Verlässliche technische Regeln schaffen dafür die Grundlage.“
Vom Leitungsbau zur ersten Wasserstofflieferung
Am Hochrhein plant Badenova Netze eine rund 58 Kilometer lange Wasserstoffleitung von Grenzach-Wyhlen bis Waldshut-Tiengen. An einem ersten, rund neun Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Dogern und Albbruck wird seit 2025 gearbeitet; ein Teilstück ist verlegt. Die gesamte Verbindung soll nach Angaben des Netzbetreibers 2033 fertig sein. Sie soll Industrie- und Logistikunternehmen entlang des Hochrheins künftig den Zugang zu Wasserstoff ermöglichen.
Zwei Projekte außerhalb Südbadens zeigen weitere Schritte auf dem Weg zur Versorgung. Creos Deutschland baut seit August auf deutscher Seite eine rund 17 Kilometer lange Wasserstoffleitung von der französischen Grenze nach Dillingen im Saarland. Geschäftsführer Frank Gawantka berichtet in Konstanz über das grenzüberschreitende Projekt mosaHYc. Bei GET H2 Nukleus sind erste Mengen erneuerbaren Wasserstoffs bereits über ein rund 120 Kilometer langes Netz von Lingen zum Chemiepark Marl geflossen. Die großen Elektrolyseanlagen in Lingen – sie erzeugen Wasserstoff mithilfe von Strom – befinden sich in der Inbetriebnahme. Ingo Schroff von RWE stellt das Projekt vor. Cedric Rutishauser vom Schweizer Gasverbund Mittelland ergänzt die Perspektive auf grenzüberschreitende Netze und Abnehmer.
Die Projekte zeigen, wie aus geplanten Netzen konkrete Versorgung wird. Was sich daraus für die Unternehmen im Dreiländereck ableiten lässt und welche Voraussetzungen für ihren Einstieg noch fehlen, diskutieren Fachleute und Teilnehmende beim H2 Forum in Konstanz.
Es wird herzlich eingeladen zum H2 Forum:
14. Oktober, 9:00 bis 17:00 Uhr, Bodenseeforum Konstanz, Reichenaustraße 21, 78467 Konstanz.
Die Teilnahme ist am gesamten Veranstaltungstag oder an einzelnen Programmpunkten möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Programm und Anmeldung: https://h2forum-2026.converve.io/
Medienangehörige können sich kostenfrei per E-Mail an Kommunikation(at)klimapartner-suedbaden(dot)de akkreditieren.
Quelle: Pressemitteilung: "H2 Forum 2026"