BMFTR: Förderung von Forschungsprojekten zur Erfassung und Bewertung der Biodiversität
Mit der Fördermaßnahme „BiodivDetect“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die moderne Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung bislang wenig erforschter Aspekte der Biodiversität in Deutschland entwickeln, anwenden und erproben.
BMFTR
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Nachhaltigkeit
Postfach 61 02 47
10923 Berlin
Telefon: +49 (0)30 20199-0
E-Mail: foerderung-biodiv(at)ptj(dot)de
Website: www.ptj.de
Mit „BiodivDetect“ fördert das BMFTR Verbundprojekte, die neue Technologien und Methoden zur Erfassung und Bewertung biologischer Vielfalt entwickeln, anwenden und in die Praxis überführen. Dabei können unter anderem Künstliche Intelligenz, Fernerkundung, Robotik, molekulare Verfahren sowie automatisierte Bild- und Akustiksysteme zum Einsatz kommen.
Förderziel und Zuwendungszweck
Ziel der Förderung ist es, bestehende Wissenslücken zur biologischen Vielfalt zu schließen und insbesondere bislang wenig erforschte taxonomische und genetische Vielfalt sowie die funktionelle Bedeutung von Organismen in Ökosystemen besser zu erfassen. Dabei sollen technologische Ansätze mit belastbaren und qualitätsgesicherten Datengrundlagen verbunden und die gewonnenen Erkenntnisse für Monitoring, Bewertung, Management sowie weitere praktische Anwendungen nutzbar gemacht werden.
Gefördert werden ausschließlich Verbundvorhaben mit einem klaren Anwendungs- und Transferbezug. Die Vorhaben sollen die folgenden drei Themenbereiche miteinander verbinden:
- Werkzeuge entwickeln und Technologien nutzen,
- verborgene Biodiversität erfassen und ihre funktionelle Bedeutung erschließen,
- Technologien implementieren und Erkenntnisse in Anwendungen überführen.
Zum Einsatz kommen können beispielsweise Künstliche Intelligenz, Fernerkundung, Robotik, molekulare beziehungsweise sequenzierungsbasierte Verfahren sowie automatisierte Bild- und Akustiksysteme.
Der Schwerpunkt liegt auf terrestrischen Ökosystemen sowie aquatischen Ökosystemen des Festlandes, insbesondere Fließ- und Stillgewässern. Marine Systeme sind nicht Gegenstand der Förderung. Relevante Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Bildung oder Zivilgesellschaft sollen aktiv in die Vorhaben eingebunden werden.
Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind insbesondere Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Forschungsmuseen und Einrichtungen mit naturkundlichen Sammlungen, Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Kommunen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie weitere geeignete Einrichtungen und Zusammenschlüsse, sofern sie einen fachlich begründeten Beitrag zum Verbundvorhaben leisten können.
Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Rahmen der Projektförderung gewährt.
Die beantragte Gesamtzuwendung soll je Verbundvorhaben 1,5 Millionen Euro nicht überschreiten. Die Laufzeit der Vorhaben beträgt in der Regel 36 Monate.
Antragsverfahren und Frist
Das Auswahlverfahren ist zweistufig.
Stichtag für die Einreichung der Projektskizzen ist der 26. November 2026.
Quelle: Förderbekanntmachung “Förderung von Forschungsprojekten zur Erfassung und Bewertung der Biodiversität”