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Pressemitteilung

e-mobil: Skandinavien als Vorreiter der Nutzfahrzeug-Elektrifizierung

Wie gelingt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen in der Praxis? Eine Delegation aus Baden-Württemberg erhielt in Norwegen und Schweden Einblicke in innovative Lösungen rund um Ladeinfrastruktur und elektrische Antriebssysteme. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie Best Practices aus Oslo und Göteborg.

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Gruppenbild bei der Delegationsreise in Norwegen und Schweden.

Vom 10. bis 13. Mai 2026 fand in Norwegen und Schweden eine Delegationsreise statt, zu der die Landesagentur e-mobil BW gemeinsam mit Baden-Württemberg International Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg eingeladen hatte. Die Stationen der Reise waren Oslo und Göteborg. Im Mittelpunkt der Reise standen aktuelle Entwicklungen rund um elektrische Antriebssysteme für schwere und leichte Nutzfahrzeuge sowie innovative Lösungen im Bereich Ladeinfrastruktur. Norwegen und Schweden gelten hierbei als internationale Vorreiter und boten den Teilnehmenden umfassende Einblicke in Technologien und Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Diese beinhalteten insbesondere leistungsfähige Schnelllade- und Megawatt-Ladesysteme, intelligente Energie- und Netzmanagementkonzepte sowie seriennahe elektrische Antriebe für Lkw, Busse und Spezialfahrzeuge.

 

Oslo: Forschung, Infrastruktur und Elektrifizierung in der Praxis

Die Reise startete in Oslo mit einem inhaltlich dichten Programm zu Forschung, Anwendung und politischen Rahmenbedingungen der Elektromobilität im Schwerlastverkehr. Ein Schwerpunkt war der Besuch am Institute for Energy Technology, das zu erneuerbaren Energien, Energiesystemen und emissionsarmen Mobilitätslösungen forscht. Im Fokus standen insbesondere Batterietechnologien sowie Anwendungen für Schwerlast- und maritime Systeme. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden im Rahmen eines Austauschs mit Construction City Einblicke in die Elektrifizierung von Baustellen und den ambitionierten Ansatz der Stadt Oslo,Bauaktivitäten bis 2030 vollständig emissionsfrei zu gestalten.

Am Nachmittag folgte eine Informationssession bei Innovation Norway zur Elektrifizierung im Schwerlastverkehr. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge der Norwegian EV Association sowie Anwenderperspektiven von Ruter und Asko. Auch das Raufoss Cluster präsentierte industrielle Innovationsansätze.

 

Göteborg: Batterietechnologie und industrielle Transformation

Nach dem Aufenthalt in Oslo führte die Reise weiter nach Göteborg, wo der Fokus auf Batterietechnologien, Forschung und ihrer industriellen Anwendung lag. Am Lindholmen Science Park erhielten die Teilnehmenden Einblicke in nationale Programme zur Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs, in Strategien der Swedish Energy Agency sowie in digitale Innovationsansätze des Unternehmens Coretura. Ein weiterer Programmpunkt war das Battery Centre Gothenburg, das als Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Batterietechnologie eine zentrale Rolle beim Aufbau von Fachkräften für die grüne Industrie einnimmt.

 

Industrieeinblicke bei Volvo und SEEL

Im Anschluss besuchte die Delegation die Volvo Group am Standort Krossholmen. Dort wurden elektrische Lkw, Baumaschinen, Antriebssysteme sowie Batteriespeicherlösungen präsentiert, ergänzt durch eine Demonstration aktueller Entwicklungsprojekte. Bei Volvo Energy lag der Fokus auf Batteriespeicher- und Ladesystemen für schwere Nutzfahrzeuge. Abschließend bot das SEEL Swedish Electric Transport Laboratory praxisnahe Einblicke in die Erprobung kompletter elektrischer Antriebssysteme unter realen Bedingungen – inklusive Tests zu Reichweite, Ladeleistung und thermischem Verhalten.

 

Fachlicher Austausch und Vernetzung

Die Landesagentur e-mobil BW unterstützte die teilnehmenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter auch Mitglieder der eigenen Cluster, aktiv bei der Informationsbeschaffung zu relevanten Forschungs- und Technologiestandorten. Darüber hinaus leistete sie Unterstützung bei der Identifikation und Erschließung potenzieller Absatzmärkte sowie bei der Auslotung von Kooperationsmöglichkeiten in der Technologieentwicklung. Neben Fachbesuchen und Projekteinblicken bot die Delegationsreise vielfältige Möglichkeiten zum Austausch mit Forschungseinrichtungen, Clustern und öffentlichen Akteuren sowie zur gezielten Vernetzung der Teilnehmenden.

 

Quelle: Pressemitteilung “Skandinavien als Vorreiter der Nutzfahrzeug-Elektrifizierung: e-mobil BW”

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